„Mamaaa, er hat angefangen!“
„Nein, sie hat mir das weggenommen!“ Und schon stehst du wieder dazwischen.
Du wolltest eigentlich nur kurz das Essen fertig machen, eine Nachricht beantworten oder einmal in Ruhe aufs Klo gehen –
und stattdessen schlichtest du den nächsten Streit. Manchmal fühlt es sich an, als würden die Kinder wirklich den ganzen Tag nur streiten.
Und mal ehrlich: Irgendwann macht einen dieses ständige Gestreite einfach fertig. Nicht nur wegen des Lärms. Sondern weil du gefühlt ständig schlichten, trennen, erklären und vermitteln musst.
Und irgendwann denkst du dir vielleicht: Warum können die nicht einfach mal friedlich miteinander spielen?
Falls dich das beruhigt: Bei anderen ist es nicht anders
Auch wenn es sich manchmal so anfühlt – deine Kinder sind nicht die einzigen, die sich dauernd in die Haare kriegen. Studien zeigen, dass Geschwister – je nach Alter – mehrmals täglich streiten, teilweise sogar sechs bis acht Mal am Tag. Schau mal hier: LINK zu Kindergesundheit (BZgA)
Heißt also:
👉 Nein, nicht nur bei euch ist ständig Drama.
👉 Nein, deine Kinder sind nicht „besonders schwierig“.
👉 Und nein, du machst nicht grundsätzlich etwas falsch.
Aber nur weil Geschwisterstreit normal ist, heißt das nicht, dass er dich nicht trotzdem komplett auslaugen darf.
Warum Geschwisterstreit oft wegen Kleinigkeiten explodiert
Von außen wirkt es oft völlig absurd. Da wird wegen eines Legosteins gestritten. Wegen eines Platzes am Sofa. Wegen einer Banane, die genauso aussieht wie die andere.
Aber meistens geht es gar nicht wirklich darum. Hinter Geschwisterstreit steckt oft viel mehr:
- Wer bekommt mehr Aufmerksamkeit?
- Wer darf zuerst?
- Wer wird gesehen?
- Wer setzt sich durch?
Kurz gesagt:
Da passiert emotional oft deutlich mehr, als man von außen sieht.
Der Fehler, den viele von uns machen
Ich dachte früher immer, ich muss sofort eingreifen 😆
Herausfinden, wer angefangen hat. Entscheiden, wer recht hat. Lösen, schlichten, erklären.
Und weißt du, was das Problem daran war? Plötzlich war ICH bei jedem Konflikt mittendrin.
Meine Kinder mussten kaum selbst etwas lösen,
weil sie wussten:
Mama regelt das schon.
Was im Alltag oft viel besser hilft bei Geschwisterstreits
Nicht jeder Geschwisterstreit braucht sofort dein Eingreifen!
Manchmal ist das Schwierigste – und gleichzeitig Wertvollste – kurz nichts zu tun. Kurz zu beobachten. Kurz auszuhalten.
Denn viele Kinder können viel mehr selbst lösen, als wir ihnen zutrauen. Nicht immer. Nicht jeden Streit. Aber öfter, als man denkt.
Ein kleiner Satz, der oft sofort Druck rausnimmt
Wenn du eingreifst, versuch einmal, nicht sofort Partei zu ergreifen.
Statt direkt zu sagen: „Gib das zurück!“ oder „Jetzt hör auf damit!“,
probier eher: „Ihr wollt gerade beide dasselbe.“ So simpel dieser Satz klingt – er verändert oft unglaublich viel.
Weil sich beide gesehen fühlen. Weil keiner sofort „der Schuldige“ ist. Und weil der Streit dadurch oft schneller runterfährt.
Und jetzt mal ehrlich
Natürlich werden deine Kinder weiter streiten. Und natürlich wirst du nicht jeden Konflikt perfekt begleiten.
Aber Geschwisterstreit muss nicht jedes Mal eskalieren. Und du musst nicht jedes Mal als Schiedsrichter dazwischengehen.
Allein das verändert oft schon unglaublich viel im Familienalltag.
Wenn dich der Geschwisterstreit zuhause ständig Kraft kostet …
… wenn du dauernd dazwischengehst, ständig genervt bist und das Gefühl hast, bei euch dreht sich alles nur noch um Streit und Schlichten – dann lohnt sich ein genauer Blick. Denn manchmal steckt hinter ständigem Geschwisterstreit mehr als einfach nur „typisches Geschwisterverhalten“.
👉 Im Kennenlerngespräch schauen wir individuell auf eure Situation und darauf, was hinter eurem Geschwisterstreit wirklich steckt.
Hier kannst du dir dein kostenloses Gespräch sichern:
Damit es dir vielleicht auch schon bald so geht wie Angie: die Jungs spielen nun gemeinsam Brettspiele – anstatt sich ständig in den Haaren zu liegen…
… hier ist der Link zu Angies Video:
https://vimeo.com/587116066/e4d8a3f9df








